HRV-Management – ein Selbstversuch

Deine HRV (Heart Rate Variability, im deutschen HFV, Herzfrequenz-Variabilität) ist ein wichtiger Indikator für Dein Streßmanagement, aber auch für Deine Gesundheit und Deine Herz-Fitness.

Ich beobachte meine HRV nun schon eine Weile und habe dabei festgestellt, dass sowohl Krankheit, als auch anstrengende Zeiten (ich vermede den Begriff Streß, der ist für mich zu undefiniert), ebenso wie zu wenig Regeneration nach intensiven sportlichen Aktivitäten zu einem Absinken meiner HRV führen können. Wenn Du mehr zur HRV erfahren willst – ich habe hier über die HRV geschrieben

Warum möchte ich mehr Zusammenhänge erkennen und möglichst meine HRV verbessern – oder zumindest hoch halten? Weil der Zusammenhang klar ist:

Hohe HRV heißt länger leben.

Eine erste Selbstbeobachtung

Mir ist das erste Mal aufgefallen, dass die HRV ein guter Indikator ist, als ich vor ca. 4 Monaten eine anstrengende Zeit hatte (es war beruflich viel los) und als ich im Anschluss krank wurde.

  • In der Zeit ab dem 27. Februar sank meine HRV in einen für mich ungesunden Bereich, hat sich aber ab dem 5. März wieder erholt.
  • Danach ging es ganz gut bis auf einen kleinen, schwachen Einbruch am 8. März.
  • Ab dem 12/13 März habe ich bemerkt, dass etwas nicht stimmt, dass ich mich komisch gefühlt habe – ich wurde krank mit einem grippalen Infekt. Das war sehr blöd, da ich am 14. März an einem Mammutmarsch teilnehmen wollte, aber das konnte ich mir abschminken.
  • Ab dem 16. März ging es dann vollends bergab – die Krankheit war voll da und ich musste mich ausnahmsweise sogar mal krank schreiben lassen.
  • Besser wurde es dann erst ca. eine Woche später, ab dem 24. März.

Der Zusammenhang ist für mich sehr klar erlebbar gewesen. Ein anderes Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit:

Hier siehst mal sehr schön, wie sich ab dem 8.-10. Juni abzeichnet, dass meine HRV absinkt, bevor Sie dann ab dem 11. März bis zum 1./2. Juli fast dauerhaft im Keller war. Grund war diesemal kein Infekt sondern einfach zu viel zu tun, in Kombination mit zu ambitionierten Fitnessplänen – und auch der einen oder anderen Party am Wochenende. So regeneriert mal natürlich nicht.

Die Erkenntnis

Man muss sich – zumindest oder gerade – mit 56 Jahren eingestehen, dass man nicht mehr so leistungsfähig bzw. belastbar ist, wie früher. Mein Fokus wird nun darauf liegen, die HRV mehr als „Frühindikator“ zu nutzen, um zu erkennen, wann ich mit aktiver Regeneration gegensteuern muss.

Dazu monitore ich (am Besten täglich) meine HRV und versuche aktiv gegenzusteuern. Wann was wie gut funktioniert, das gilt es herauszufinden.

Ein Protokoll wird folgen, dieser Artikel wird regelmässig erweitert.

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